Die Form stimmt, bevor du sammelst
Ein Unterschriftenbogen, dem eine Pflichtangabe fehlt, macht jede darauf geleistete Unterschrift wertlos. Initiq erzeugt den Bogen aus dem Gesetz heraus: Kanton und Gemeinde vorgedruckt, Titel und Wortlaut in der Bogensprache, Rückzugsklausel bei der Initiative, Strafbarkeitshinweis, Komiteeliste, Freiraum für die Stimmrechtsbescheinigung. Nichts davon kannst du vergessen, weil nichts davon von Hand eingetragen wird.
Sperren, die dich vor teuren Fehlern bewahren
Vor der Publikation im Bundesblatt gibt es keinen Initiativbogen — Unterschriften darauf wären ungültig (Art. 68 BPR). Beim Referendum endet die Bogenausgabe rechtzeitig vor Fristablauf, damit bescheinigte Unterschriften die Bundeskanzlei noch erreichen (Art. 59a BPR). Diese Sperren sitzen in der Anwendung, nicht bloss im Merkblatt.
Fertig adressiert, gefaltet, frankierbar
Der Ausdruck besteht aus Unterschriftenliste, Anleitung und Adressblatt und passt gefaltet ins C5-Fenstercouvert. Wer unterschreibt, muss nur drucken, unterschreiben und zur Post bringen. Neun weitere Zeilen für Mitunterzeichnende derselben Gemeinde sind vorgesehen — Namen lassen sich vorab eintragen.
Der QR-Code auf dem Ausdruck: jeder Bogen weiss, wohin er gehört
Am Blattrand — ausserhalb aller Pflichtfelder — trägt jeder Bogen eine Kennung wie INI-2026-0042-ZH-G0261-000318, zweimal: als QR-Code und in einer Schrift, die auch Texterkennung sicher liest. Sie nennt das Instrument, das Jahr, deine Kampagne, den Kanton und die politische Gemeinde über ihre amtliche BFS-Nummer, zuletzt die laufende Nummer. Wer einen Stapel Rückläufe vor sich hat, sieht auf einen Blick, welcher Bogen zu welcher Gemeinde muss — und eine Fehlsendung fällt sofort auf. Die Kennung ist bewusst nicht personenbezogen: Sie identifiziert den Ausdruck, nie die Unterzeichnenden.
Rücklauf erfassen: ein Foto genügt, keine App
Du hältst das Handy über den Bogen und fotografierst ihn. Den Rest macht die Plattform: Sie liest den QR-Code, weicht bei beschädigtem Code auf die aufgedruckte Klartext-Kennung aus, entzerrt das Bild anhand von vier Passermarken in den Blattecken und prüft die zehn Unterschriftenzeilen auf Ausfüllung. Heraus kommt ein Vorschlag «n von 10» mit markierten Zeilen, den du bestätigst oder korrigierst — gezählt wird nie ungeprüft. Danach öffnet sich sofort die Kamera für den nächsten Bogen. Es braucht keine Installation aus einem App-Store: Die Erfassungsmaske ist eine Seite im Browser deines Telefons. Und weil das Foto Personendaten der Unterzeichnenden enthält, wird es unmittelbar nach der Auswertung gelöscht — gespeichert werden nur die Kennung und die bestätigte Zahl.
Deine Seite, ohne eine Zeile Code
Text, Bilder, Zitate, Abschnitte — der Editor kennt nur Bausteine, keine Skripte. Was du siehst, ist was publiziert wird. Der Kopf mit deinem Namen und Wohnort steht fest und lässt sich weder entfernen noch fälschen, damit jede Leserin weiss, wer hinter dem Anliegen steht.
Drei Sprachen ohne Übersetzungsbüro
Die Oberfläche spricht Deutsch, Französisch und Italienisch. Deine Inhalte übersetzt die Plattform auf Knopfdruck in die beiden anderen Amtssprachen; du prüfst und gibst frei. Bei der Volksinitiative ist die Dreisprachigkeit ohnehin Pflicht (Art. 69 BPR) — hier ist sie eingebaut.
Geprüft, bevor es online geht
Der Verein Pro.Politiq sieht jede Kampagne an, bevor sie erscheint: Formalien, Rechtmässigkeit, Sicherheit — politisch neutral und ohne Rücksicht auf die Stossrichtung. Das ersetzt keine Rechtsberatung, aber es fängt ab, was sonst erst die Behörde beanstandet.
Doppelte Unterschriften fallen auf
Wer zweimal unterschreibt, macht die Sammlung angreifbar. Die Plattform erkennt Mehrfacheinträge über normalisierte Personenmerkmale — auch bei abweichender Schreibweise — und meldet sie als Prüfhinweis, statt eigenmächtig zu löschen.
Die Statistik deiner Kampagne — und du bestimmst, wer sie sieht
In deinem Konto siehst du jederzeit, wo die Sammlung steht: erzeugte Bogen nach Gemeinde, Kanton und Tag; erfasste Rückläufe und daraus der geschätzte Unterschriftenstand; die Rücklaufquote je Gemeinde, die zeigt, wo Nachfassen lohnt; bei der Petition die Zahl der bestätigten Online-Mitunterzeichnungen; bei der politischen Kampagne die Umfrageresultate im Zeitverlauf; woher die geteilten Links kommen; den Spendenverlauf; Seitenaufrufe ohne Cookies, dazu Geräte- und Sprachverteilung. Zwei Dinge sind uns dabei wichtig: Der Sammelstand ist als Schätzung deklariert, denn verbindlich sind allein die Stimmrechtsbescheinigungen der Gemeinden. Und was öffentlich erscheint, entscheidest du mit einem Schalter — der Verein sieht immer alles, die Öffentlichkeit nur aggregierte Werte und nur, wenn du es willst. Kleine Gruppen werden dabei zusammengefasst, damit sich aus einer Kantonsauswertung niemand einzeln herauslesen lässt.
Ein Preis, der mitwächst statt vorauszubezahlen
Für die laufende Nutzung zahlst du nicht im Voraus und nicht pauschal, sondern nach dem, was du wirklich brauchst: zehn Rappen je erzeugtem Dokument. Darin enthalten sind die statistische Aufbereitung deiner Zahlen und die QR-Auswertung der eingegangenen Bogen — es kommt nichts obendrauf. Verrechnet wird am Schluss in einer Rechnung; was bisher aufgelaufen ist, siehst du jederzeit in deinem Konto. Wer zehn Bogen druckt, zahlt einen Franken; wer die Sammlung abbricht, zahlt nur, was erzeugt wurde.
Sicherheit, die nicht auf Vertrauen baut
Jedes hochgeladene Bild wird auf Schadsoftware geprüft und neu gerechnet, bevor es irgendwo landet; läuft der Scanner nicht, wird der Upload abgelehnt statt durchgewinkt. Es gibt keinen Weg, über eine Kampagnenseite Code auszuliefern.
Deine Unterstützerdaten bleiben deine
Die Angaben der Unterzeichnenden gehen an dich — du brauchst sie für die Einreichung. Der Verein gibt sie an niemanden sonst weiter, verkauft sie nicht und nutzt sie nie für Werbung. Das steht nicht nur in den Bedingungen, es ist so gebaut: Es gibt keine Ausleitung an Dritte.
Transparenz, die das Gesetz ohnehin verlangt
Ab den Schwellen von Art. 76b BPR sind Kampagnenfinanzierung und grosse Zuwendungen offenzulegen. Die Plattform führt die Summen mit und erinnert rechtzeitig, statt dich am Ende in eine Meldepflicht laufen zu lassen, von der du nichts wusstest.